Guter Besuch bei Vortrag über Nierenerkrankungen

Am 27.01.2020 fand im Rahmen der Vortragsreihe des Krankenpflegevereins (KPV) ein Vortrag über die Nieren statt. Der große Saal des Musikerheims war mit interessierten Besuchern voll besetzt, als der Vorsitzende des KPV, Gerhard Deisch, die Gäste und den Referenten des Abends, Dr. Michael Munz, herzlich begrüßte. Der Arzt Dr. Michael Munz war nach seiner Ausbildung an verschiedenen Krankenhäusern und von 2013 bis 2019 am Medizinischen Versorgungszentrum  für Nephrologie und Dialyse in Backnang tätig. Seit Mitte 2019 ist Dr. Munz als hausärztlich tätiger Internist in seiner eigenen Praxis tätig.

In seinem informativen und kurzweiligen Vortrag erläuterte Dr. Munz die Aufgaben der Nieren, mögliche Krankheiten und wie diese behandelt werden können. Die Nieren regulieren den Flüssigkeits- und Mineralhaushalt, das Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers, regulieren den Blutdruck, produzieren Hormone und bilden das wichtige Vitamin D. Die Nieren filtrieren etwa 200 Liter Blut am Tag, etwa 1,5 Liter Flüssigkeit werden in Form von Urin täglich ausgeschieden. Eine Nierenerkrankung wird durch die Untersuchung des Blutes und der Ermittlung des Kreatininwertes sowie der Untersuchung des Urins und des darin enthaltenen Eiweißes  erkannt. Erkrankungen der Nieren sind u.a. Nierensteine, Nierentumor, Nierenzyste und Nierenversagen. Eine chronische Nierenerkrankung wird meist durch Diabetes (erhöhten Blutzucker), Hypertonie (Bluthochruck)  Vaskulitis (Gefäßentzündung) und einem erhöhten Cholesterinwert  hervorgerufen. Warnsignale bei einer Nierenerkrankung sind meist Kurzatmigkeit, geringe Urinproduktion und Schwellungen an Händen und Beinen.

Bei akutem Nierenversagen hilft nur noch, dass das Blut bei einer Dialyse gereinigt wird. Hier gibt es die Hämodialyse und die Peritonealdialyse. Bei der Hämodialyse (Blutwäsche) wird der Patient an ein Gerät mit einer Membran angeschlossen. Diese Membran filtert das Blut außerhalb des Körpers. Eine Hämodialyse wird in der Regel in einem Dialysezentrum unter ärztlicher Aufsicht dreimal in der Woche durchgeführt und dauert etwa 3-6 Stunden. Bei der Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) benutzt man das gut durchblutete Bauchfell des Patienten als körpereigene Filtermembran für das Blut. Gerhard Sautter erläuterte den Zuhörern, wie eine solche Dialyse abläuft, die zu Hause durchgeführt wird. Oberstes Gebot dabei ist, dass alle Vorgänge absolut steril ablaufen. Hier werden 3 - 5mal am Tag etwa zwei Liter Dialyseflüssigkeit (Dialysat) in den Bauchraum eingeleitet und nach etwa 4 Stunden wieder erneuert (Beutelwechsel). Diese Art von Dialyse ist weniger belastend als eine Hämodialyse. Eine weitere Möglichkeit bei Nierenversagen ist die Nierenspende, wobei es die Lebend – und die Totenspende gibt. Heute sind Nierentransplantationen auch bei unterschiedlichen Blutgruppen möglich. Allerdings können krebskranke Menschen weder eine Niere spenden noch eine Niere bekommen. Die Wartezeit für eine Spenderniere ist in Deutschland mit bis zu acht Jahren sehr hoch. Die Zuhörer nutzten die Gelegenheit, viele Fragen zu stellen. Am Ende der Veranstaltung bedankte sich der Vorsitzende des KPV  bei Herrn Dr. Munz für seinen gelungenen, kurzweiligen und sehr informativen Vortrag.

Gerhard Sautter, Krankenpflegeverein

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